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Übersicht Ziele2

1. Ziel: Österreich in die Spitze der IKT-Nationen positionieren

Dieses Ziel steht an der Spitze der anderen Ziele, denn die Positionierung Österreichs ins Spitzenfeld der IKT Länder erfordert auch die Erreichung der anderen Ziele.

Dieses Ziel anzustreben bedeutet, ein „moving target“, also ein bewegliches Ziel anzustreben. Denn die anderen Länder, insbesondere jene aus dem Spitzenfeld, unternehmen kontinuierlich Anstrengungen, um ihre Plätze zu halten oder auszubauen. So wird das Augenmerk sowohl auf jene Länder zu richten sein, die ganz oben an der Spitze stehen, als auch auf jene Länder, die in den letzten Jahren durch eine aktive Strategien im Ranking nach oben gestiegen sind.

Die Herausforderung für Österreich wird daher sein, nicht nur übliche Maßnahmen zur Erhaltung des Ranges zu setzen, sondern darüber hinaus Initiativen umzusetzen, die uns rascher voranbringen als die anderen Länder.

Dies bedeutet, dass unsere Bemühungen sich nicht nur auf die Ziele der digitalen Agenda der europäischen Kommission konzentrieren dürfen, sondern viel stärkere Aktivitäten entfalten müssen, um dieses Ziel zu erreichen.

Dass ein solches Ziel erreichbar ist, hat die Schweiz gezeigt, die in den letzten Jahren in die Spitzengruppe vorgedrungen ist.

2. Ziel: Die Breitbanddurchdringung und -nutzung erhöhen

Dieses Ziel setzt sich aus zwei Aspekte zusammen:

Ein Aspekt ist die Breitbandinfrastruktur, nämlich ein Hochgeschwindigkeitsnetz, den Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung zu stellen. Denn nur wenn die Infrastruktur vorhanden ist, können die Menschen Teil der Informationsgesellschaft sein und die Vorteile aus der digitalen Anbindung nutzen. Daher ist diese Voraussetzung unabdingbar für eine moderne Wissensgesellschaft und eine Industrienation.

Zum anderen soll dieses Netz auch genutzt werden. Das Netz gewinnt an Attraktivität, wenn Menschen für sich einen unmittelbaren und mittelbaren Nutzen ziehen können. Attraktive Dienste helfen ihnen Zeit und Kosten zu sparen, mit verschiedenen Menschen unabhängig von Ort und Zeit zu kommunizieren, Informationen abzurufen, Projekte abzuwickeln, zu spielen, Filme zu sehen, Musik zu hören und viele andere Aktivitäten zu starten. Daher besteht dieses Ziel darin, durch die Zurverfügungstellung und Entwicklung von Diensten und Daten die Nutzung zu erhöhen.

3. Ziel: Internet als Chance für alle Menschen begreifen

Damit alle Österreicher an der Informationsgesellschaft teilhaben können, ist ihnen der Zugang im weiteren Sinn zu ermöglichen. Damit ist nicht nur der technische Zugang zu Breitband gemeint, sondern insbesondere die Beherrschung der e-Skills, also jener Kompetenz, die für den Umgang mit den elektronischen Medien erforderlich sind.

Bereits jetzt öffnet sich die Schere zwischen denjenigen, die den Umgang mit den Medien gut beherrschen, keine Scheu haben, innovative Wege mitzugehen und die neuen Medien sowohl im privaten als auch im kommerziellen Leben einsetzen, um einen Nutzen zu ziehen. Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die eine gewisse Hemmschwelle oder Skepsis gegenüber diesen neumodischen Geräten haben und die auch meist den Nutzen für sich nicht sehen. Diese Skepsis wird meist genährt durch fehlendes Wissen oder mangelnde Kompetenz. 

Dieses Ziel fokussiert daher darauf, jene die heute noch Nonliner sind, also noch keinen Zugang zum Netz haben, dort abzuholen wo sie stehen, und ihnen die Kompetenz für den Umgang mit den Medien zu vermitteln. Darüber hinaus sollen auch jene, die bereits mit dem Netz umgehen können, für wichtige Themen wie Sicherheit, Datenschutz, Urheberrecht und andere sensibilisiert werden, um deren Medienkompetenz zu steigern. Damit soll der Nährboden für eine moderne Internetgesellschaft geschaffen werden.

4. Ziel: Koordinierung der IKT Politik, Einbeziehung und Umsetzung von Forschungsergebnissen fördern

Dieses Ziel besteht ebenfalls aus zwei Aspekten:

Zum einen wird die Koordinierung der IKT Politik betont. Aus der Vergangenheit und aus den Erfahrungen der anderen Länder wurde klar, dass IKT als horizontale Materie, die in allen Lebensbereichen wie Gesundheit, Bildung, Kultur, Landwirtschaft etc. eine Rolle spielt, einer engen Koordination in der Strategie bedarf.

Die vertikale Betrachtung in „Silos“ hemmt eher die Entwicklung, da erstens IKT mit ähnlichen Methoden und Modellen in den Lebensbereichen eingesetzt wird und das Rad nicht jedes Mal neu erfunden werden müsste, zweitens bereichsübergreifende Lösungsansätze erst die Möglichkeiten von IKT entfalten und drittens abgekapselte Lösungen zu inkompatiblen Insellösungen führen können. Daher ist die Koordinierung der IKT-Politik ein Kernelement eines erfolgreichen IKT-Landes.

Die Einbeziehung und Umsetzung der Forschungsergebnisse ist der zweite Aspekt dieses Zieles. Damit wird deutlich, dass insbesondere im dynamischen IKT Feld eine rasche Umsetzung der Forschungsergebnisse die entscheidenden Wettbewerbsvorteile für Österreichs Wirtschaft bringen kann. Dies ist umso wichtiger, als Österreich in manchen IKT-Gebieten weltweit Spitzenergebnisse in der Forschung erzielt. Daher fokussiert dieses Ziel auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und der Politik.